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2000

Theatersaison 2000 Die Räuber

(Schauspiel von Friedrich Schiller)

Deutschland, Mitte des 18. Jahrhunderts

Maximilian, in Franken regierender Graf von Moor, hat zwei Söhne. Karl, der Erstgeborene, studiert in Leipzig und ist leichtsinnig auf die schiefe Bahn geraten. Doch er bereut sein Lotterleben und bittet seinen Vater um Hilfe. Da sieht Franz seine Chance, den Fluch des Zweitgeborenen endlich loszuwerden. Mit dem unbedingten Willen zur Macht fädelt er eine infame Intrige gegen seinen Bruder ein: gefälschte Briefe bringen den Vater dazu, den Lieblingssohn Karl zu verstoßen und zu enterben.

Karl trifft diese unverhältnismäßige Bestrafung tief. Von ihrem Kommilitonen Spiegelberg inspiriert, gründen die Studenten eine Räuberbande, deren Hauptmann Karl wird. Franz indes dauert der Machtwechsel zu lang. Mit größtem Raffinement versucht er das Leben des Vaters zu beenden und Amalia, Karls Braut, für sich zu gewinnen.

Karl dagegen wütet in seiner maßlosen Enttäuschung über den geliebten Vater gegen die Obrigkeit an sich, die sich ihm als korrupt und zutiefst unwürdig darstellt. Er und seine Mitkämpfer gehen in den Untergrund, sie führen das Leben der Mordbrenner, das jegliche Rückkehr in die Gesellschaft für immer verschließt.

Ein neu aufgenommenes Bandenmitglied weckt Karls Sehnsucht nach Amalia. Verkleidet schmuggelt er sich in das väterliche Schloss. Hier erfährt er von den infamen Machenschaften seines Bruders. Er erkennt, dass es nicht der Vater war, der sich an ihm versündigte, sondern dass es die Intrige seines eigenen Bruders war, die ihn in seine kriminelle Existenz trieb.

Franz, dem nichts mehr heilig schien, wird plötzlich von Ängsten befallen: Er setzt sich selbst schachmatt mit den Zweifeln, ob es nicht doch ein Jüngstes Gericht geben könnte. Zuletzt erdrosselt er sich selbst. Karl befreit den alten Moor, den Franz im Turm dem Hungertod ausgeliefert hatte. Amalia, von der Bande herbeigezerrt, erkennt entsetzt, dass ihr Geliebter ein gesuchter Mörder ist. Karl opfert sie der Bande und übergibt sich selbst der Justiz.

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