Theaterabschlussfahrt nach Wien 2010

Hofbergverein erlebte drei Tage lang Wien (28./29./30. Mai)

„Drei Tage Wien“ gab’s jetzt als Sonderbonus für das erfolgreiche Hofbergensemble des Theatersommers 2009.
Die 63 Reiseteilnehmer erlebten in der österreichischen Metropole bei optimalem Wetter ein abwechslungsreiches Programm. Aber kaum war am Sonntag die letzte Besichtigung vollzogen, ging der erste Gewitterregen nieder.

Rund 500 Kilometer von Schiltberg entfernt stand vor den Toren Wiens als erste Besichtigung die Burg Kreuzenstein auf dem Programm. Der Anblick der wehrhaften Veste ließ nicht nur die Herzen der Hofbergritter höherschlagen. Die Schiltberger wurden in drei Gruppen durch Säle und Räume geführt. Kreuzenstein, erst Ende des 19. Jahrhunderts als Museumsburg „auferstanden aus Ruinen“, beherbergt seither wertvolle gotische Sammlungen.
Nach dem Einchecken im zentrumsnahen Hotel Ananas hatte man den ersten Abend zur freien Verfügung. Wer sich nicht zu lange im benachbarten Naschmarkt aufhielt und rechtzeitig an der Staatsoper eintraf, konnte im Freien beim Public Viewing einen Akt der Rossini-Oper „Ein Italiener in Algier“ live miterleben. Einen weiteren Höhepunkt bot in der „Langen Nacht der Kirchen“ der Stephansdom mit seiner faszinierenden Lichtinstallation. Ein buntes Netzwerk aus Laserlicht durchzog den gesamten Kirchenraum. Chorgesang und Orchestermusik krönten das Event.
Der Samstag begann mit einer Stadtrundfahrt auf der bekannten Ringstraße und einer Führung im ebenso berühmten Burgtheater. Die prunkvollen Feststiegen aus den letzten Jahrzehnten der Monarchie beeindruckten die Hofbergler ebenso wie die moderne Drehbühne mit ihren 21 Metern Durchmesser und 14 Metern Höhe.
Dann ging’s mit den zwei Stadtführerinnen Andrea Budil und Susanne Meierhöfer zu Fuß zum Heldenplatz und zur Hofburg. Hier ließ sich durch die Namen Mechtild von Habsbug, Ludwig der Bayer und Friedrich der Schöne eine Verbindung zur Burg Schiltberg (1302) und zur Hofbergbühne (1954 und 1980/81) herstellen. In der Kaisergruft wurden die Bezüge zur gemeinsamen Geschichte noch aktueller: Manche Schiltberger verweilten lange am Sarkophag der Kaiserin Sisi, die Gedanken wanderten heimwärts zum Sisi-Schloß in Unterwittelsbach.
Der Abend war für Geselligkeit und Frohsinn reserviert. Beim Heurigen im Weingut Fuhrgassl-Huber in Neustift am Walde kam recht schnell Stimmung auf. Mit einer deftigen Brotzeit und ein paar Achtel Wein als Grundlage improvisierten Christoph Balleis und Franz Schmid die heitere Einlage „Spontangeburtstag“. Da wandten sich selbst die Schrammelmusikanten des Lokals schnell den Schiltberger Tischen zu und trugen mit Geige (Roman) und Akkordeon (Jordan) ihren Teil zur allgemeinen Gaudi bei. Zeitig vor Mitternacht brachte der Bus die Theaterleute ins Hotel zurück.

Schloss Schönbrunn, Schloss Belvedere und das Hundertwasserhaus zählen in Wien zum touristischen Muss. Mehr als der Baukomplex und die Aussenanlagen waren am Sonntagvormittag jedoch nicht möglich. Die Rückreise wurde gleich im 17. Wiener Bezirk noch einmal unterbrochen. Pater Markus Szymula zeigte den Hofbergakteuren die Herz-Jesu-Sühnekirche, seine frühere Wirkungsstätte. Nach einem Marienlied und einem Reisegebet in der denkmalgeschützten neuromanischen Basilika setzte man die Fahrt fort. Nachts um halb elf Uhr rollte der Bus in Schiltberg ein.

Michael Schmidberger
01. Juni 2010



Der Schiltberger Hofbergverein erlebte drei schöne Tage in der österreichischen Metropole Wien. Zum Besuchsprogramm
zählten mehrere Besichtigungen und ein geselliger Abend beim Heurigen. Unser Gruppenfoto entstand auf der Freitreppe des Schlosses Belvedere.




Hofbergmime Pater Markus am Sarkophag der Kaiserin Sisi.



Das Burgtheater in Wien hatte es den 63 „Burgschauspielern“ aus Schiltberg besonders angetan. Die freskengeschmückten
Treppenhäuser in den Seitenflügeln beeindruckten ebenso wie die Bühnentechnik und das Kulissenlager in den Theaterkatakomben.




Burg Kreuzenstein liegt wenige Kilometer außerhalb Wiens. Die wehrhaften Mauern und Türme verfehlten ihre Wirkung
auf die Hofbergritter nicht.




Geselligkeit und Frohsinn beherrschten die Szene beim Heurigen. Im Weingut Fuhrgassel-Huber kam Jung und Mittelalt rasch in Stimmung.



Die Magyaren Roman und Jordan musizierten mit Geige und Akkordeon für die Hofberggäste aus dem fernen Bayern.



Auf der Anreise nach Wien machten die Schiltberger im schönen Salzkammergut Rast.



Hofbergmime Franz sah sich beim Heurigen-Abend unversehens in die Hauptrolle eines Geburtstagskindes
gedrängt und machte gute Miene zum lust’gen Spiel.