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2006

Theatersaison 2006 Der Kaufmann von Venedig

(Schauspiel von William Shakespeare)

Venedig und Belmont, Ende des 16. Jahrhunderts

Bassanio, ein vornehmer junger Venezianer, braucht Geld für seine Werbung um Portia, eine reiche Erbin. Sein bester Freund Antonio, der Kaufmann von Venedig, kann ihm das Geld derzeit nicht leihen, leistet aber Bürgschaft gegenüber Shylock, einem Juden, der Geld gegen Zinsen verleiht und deshalb von den christlichen Geschäftsleuten verachtet wird. Bassanio erhält 3000 Dukaten auf drei Monate. Wenn die Summe nicht rechtzeitig zurückgezahlt wird, darf sich Shylock laut Vertrag ein Pfund Fleisch aus dem Körper des Bürgen Antonio schneiden.

Portia, die in Belmont auf dem venezianischen Festland residiert, ist nach dem Testament ihres Vaters verpflichtet, den Bewerber zu heiraten, der unter drei Kästchen aus Gold, Silber und Blei die richtige Wahl trifft. Die Prinzen von Marokko und Arragon wählen Gold und Silber und verlieren. Bassanio, den Portia liebt, wählt Blei und gewinnt ihre Hand. Die beiden vermählen sich. Nerissa, Portias Kammerfrau und Vertraute, heiratet Gratiano, einen Freund Bassanios.

Shylock hat Ärger daheim. Zuerst kündigt ihm der lustige Diener Lancelot Gobbo und verdingt sich bei Bassanio. Dann flieht seine Tochter Jessica mit Hilfe ihres Liebsten Lorenzo und nimmt Gold und Juwelen mit.

Auch Antonio muss schlimme Rückschläge hinnehmen. Seine Handelsschiffe, mit deren Ladung er das Geld für die Rückzahlung des Darlehens verdienen wollte, kommen nicht heim und scheinen verloren. Er kann zum Termin nicht zahlen; Shylock pocht auf seinen Schuldschein und will das ausbedungene Pfund Fleisch. Auch in der Gerichtsverhandlung vor dem Dogen und dem Senat lässt er sich weder durch Geldangebote noch durch Aufrufe zur Gnade davon abbringen. Ein von auswärts hinzugezogener Rechtsexperte, Doktor Balthasar (hinter dem sich die verkleidete Portia verbirgt), bestätigt zunächst die Gültigkeit des Anspruchs, bringt Shylock aber dann mit einem juristischen Trick zu Fall und macht ihn vom Kläger zum Angeklagten: Ihm steht zwar ein Pfund Fleisch zu, aber kein Tropfen Blut, und wegen des Anschlags auf das Leben eines venezianischen Bürgers hat er sein Vermögen verwirkt.

Das glückliche Ende für alle Beteiligten außer Shylock wird noch eine Weile durch ein Nachspiel beeinträchtigt. Portia als Doktor Balthasar und Nerissa als dessen Schreiber erbitten und erhalten von Bassanio und Gratiano je einen Ring, ein Geschenk ihrer Frauen, von dem die Männer zu trennen versprochen hatten. Später, nicht mehr verkleidet, halten Portia und Nerissa ihren Männern den Wortbruch vor und lassen sie zappeln, ehe alles aufgeklärt und vergeben wird. Antonios Schiffe sind doch heimgekehrt. In Belmont herrscht Harmonie.

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