{"id":81,"date":"2023-07-28T10:12:11","date_gmt":"2023-07-28T10:12:11","guid":{"rendered":"https:\/\/hofberg-freilichttheater.de\/?page_id=81"},"modified":"2023-08-04T04:32:30","modified_gmt":"2023-08-04T04:32:30","slug":"buehnenanlage","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/hofberg-freilichttheater.de\/?page_id=81","title":{"rendered":"B\u00fchnenanlage"},"content":{"rendered":"\n<h4 class=\"wp-block-heading\"><strong>ENTSTEHUNG VON FREILICHTTHEATER UND HOFBERGVEREIN<\/strong><\/h4>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-group is-content-justification-left is-nowrap is-layout-flex wp-container-core-group-is-layout-fc9f69e7 wp-block-group-is-layout-flex\">\n<figure class=\"wp-block-image size-full is-resized\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/hofberg-freilichttheater.de\/wp-content\/uploads\/2023\/08\/verein\/Georg_Eberl.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-227\" width=\"134\" height=\"201\" srcset=\"https:\/\/hofberg-freilichttheater.de\/wp-content\/uploads\/2023\/08\/verein\/Georg_Eberl.jpg 226w, https:\/\/hofberg-freilichttheater.de\/wp-content\/uploads\/2023\/08\/verein\/Georg_Eberl-200x300.jpg 200w\" sizes=\"auto, (max-width: 134px) 100vw, 134px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\">Georg Eberl<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p>Von einer beabsichtigten Freilichtauff\u00fchrung h\u00f6rte man in Schiltberg zum ersten Mal am 16. November 1952. Georg Eberl (1902 &#8211; 1969), geboren und aufgewachsen in Schiltberg, seit 1926 verheiratet, wohnhaft und berufst\u00e4tig in M\u00fcnchen, war der Initiator.\u00a0Er w\u00e4hlte die Jahreshauptversammlung des Krieger- und Soldatenvereins Schiltberg als Forum. Aus dem Pressebericht:\u00a0<em>Das den Titel &#8222;Hans von Schiltberg&#8220; tragende vieraktige Schauspiel, das Georg Eberl in zweij\u00e4hriger Arbeit verfasste, ist lokalgeschichtlichen Inhalts und rankt sich um den Ritter Johann Schiltberger, dessen Geburtsst\u00e4tte die ehemalige Burg Schiltberg war und der in jungen Jahren an einem 1396 ins Morgenland gehenden Kreuzzug teilnahm, 30 Jahre im Orient gefangen gehalten wurde und nach abenteuerlichem Leben 1427 wieder in die Heimat zur\u00fcckkehrte. Der Verfasser hat das St\u00fcck als Mahnmal f\u00fcr alle Vermissten der Kriege, unter denen sich auch sein eigener Sohn Rupert und ein Bruder befinden, geschrieben.<\/em><\/p>\n<\/div>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-full\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"600\" height=\"450\" src=\"https:\/\/hofberg-freilichttheater.de\/wp-content\/uploads\/2023\/08\/verein\/bilder_der_buehne\/buehnenbau\/B02 FB Baustadium 12.04.1980 MS-Dia_bearb.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-217\" srcset=\"https:\/\/hofberg-freilichttheater.de\/wp-content\/uploads\/2023\/08\/verein\/bilder_der_buehne\/buehnenbau\/B02%20FB%20Baustadium%2012.04.1980%20MS-Dia_bearb.jpg 600w, https:\/\/hofberg-freilichttheater.de\/wp-content\/uploads\/2023\/08\/verein\/bilder_der_buehne\/buehnenbau\/B02%20FB%20Baustadium%2012.04.1980%20MS-Dia_bearb-300x225.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 600px) 100vw, 600px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p>Tr\u00e4ger des Unternehmens h\u00e4tte die Kriegerkameradschaft sein sollen. Sie nahm ihre spontane Zusage jedoch rasch zur\u00fcck. So wurde am 7. Dezember 1952 auf Initiative des B\u00fcrgermeisters in einer Zusammenkunft interessierter Kreise ein 15 Personen starker Festausschuss gegr\u00fcndet, der unter Leitung von Alois Eberl, Bruder des Autors und sp\u00e4terer Vereinsvorstand, die Sache anpacken sollte. Schon am zweiten Weihnachtsfeiertag fand die erste Sitzung statt.<\/p>\n\n\n\n<p>Mitte M\u00e4rz 1953 hat man sich in einem nicht n\u00e4her definierten Gel\u00e4nde endg\u00fcltig auf den Platz f\u00fcr die Zuschauer geeinigt und Anfang Juni spricht man von der Festspielwiese. Erst im Premierenbericht zum 27. Juni 1953 findet sich die Ortsangabe auf dem Hofberg und ein vom Wald umarmtes Naturszenarium. Noch fehlten die sp\u00e4ter markanten B\u00fchnenbauten, lediglich eine niedrige St\u00fctzmauer aus Backsteinen war vorhanden. Das Grundst\u00fcck geh\u00f6rte dem Schiltberger Land- und Gastwirt Xaver Lechner.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Eigentumsverh\u00e4ltnisse sind bis heute unver\u00e4ndert.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-full\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"600\" height=\"450\" src=\"https:\/\/hofberg-freilichttheater.de\/wp-content\/uploads\/2023\/08\/verein\/bilder_der_buehne\/buehnenbau\/Baustelle Bergfried 14.04.1979 MS-Dia_bearb.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-219\" srcset=\"https:\/\/hofberg-freilichttheater.de\/wp-content\/uploads\/2023\/08\/verein\/bilder_der_buehne\/buehnenbau\/Baustelle%20Bergfried%2014.04.1979%20MS-Dia_bearb.jpg 600w, https:\/\/hofberg-freilichttheater.de\/wp-content\/uploads\/2023\/08\/verein\/bilder_der_buehne\/buehnenbau\/Baustelle%20Bergfried%2014.04.1979%20MS-Dia_bearb-300x225.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 600px) 100vw, 600px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-group is-nowrap is-layout-flex wp-container-core-group-is-layout-6c531013 wp-block-group-is-layout-flex\">\n<figure class=\"wp-block-image size-full\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"290\" height=\"450\" src=\"https:\/\/hofberg-freilichttheater.de\/wp-content\/uploads\/2023\/08\/verein\/bilder_der_buehne\/buehnenbau\/Baustelle Spielterrasse II 19.05.1979 MS-Dia_bearb.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-221\" srcset=\"https:\/\/hofberg-freilichttheater.de\/wp-content\/uploads\/2023\/08\/verein\/bilder_der_buehne\/buehnenbau\/Baustelle%20Spielterrasse%20II%2019.05.1979%20MS-Dia_bearb.jpg 290w, https:\/\/hofberg-freilichttheater.de\/wp-content\/uploads\/2023\/08\/verein\/bilder_der_buehne\/buehnenbau\/Baustelle%20Spielterrasse%20II%2019.05.1979%20MS-Dia_bearb-193x300.jpg 193w\" sizes=\"auto, (max-width: 290px) 100vw, 290px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-full\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"290\" height=\"450\" src=\"https:\/\/hofberg-freilichttheater.de\/wp-content\/uploads\/2023\/08\/verein\/bilder_der_buehne\/buehnenbau\/B51 FB BelTurm 15.02.1999 MS-Dia_bearb.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-218\" srcset=\"https:\/\/hofberg-freilichttheater.de\/wp-content\/uploads\/2023\/08\/verein\/bilder_der_buehne\/buehnenbau\/B51%20FB%20BelTurm%2015.02.1999%20MS-Dia_bearb.jpg 290w, https:\/\/hofberg-freilichttheater.de\/wp-content\/uploads\/2023\/08\/verein\/bilder_der_buehne\/buehnenbau\/B51%20FB%20BelTurm%2015.02.1999%20MS-Dia_bearb-193x300.jpg 193w\" sizes=\"auto, (max-width: 290px) 100vw, 290px\" \/><\/figure>\n<\/div>\n\n\n\n<p>Die &#8222;Hofberg-Spielgemeinschaft&#8220; der Begriff taucht erstmals im Januar 1954 in einem Formular des Finanzamtes Aichach auf feierte 1953 mit ihrem &#8222;Hans von Schiltberg&#8220; einen triumphalen Erfolg. Statt der drei geplanten Vorstellungen gab es zw\u00f6lf (Eberl-Notiz). Am Gesamterfolg hatte auch ein zweiter eigenst\u00e4ndiger Programmpunkt Anteil, der Festumzug mit Berittenen und Motivw\u00e4gen durch den Ort. Seine Organisation oblag Hans Lutterschmid. Festumzug, Kundgebung und Hofbergspiel liefen unter dem Oberbegriff Heimatfest.<\/p>\n\n\n\n<p>Nach dem &#8222;Hans von Schiltberg&#8220; (1953, Reprisen 1959 und 1968, Neuinszenierung 1983) schrieb Georg Eberl f\u00fcr seine Hofbergb\u00fchne folgende weitere Schauspiele: &#8222;Ludwig der Bayer&#8220; (1954, neu 1980 und 1981), &#8222;Otto von Wittelsbach&#8220; (1955, neu 1985), &#8222;Matthias Knei\u00dfl&#8220; (Saaltheater, 1955), &#8222;Sankt Alto&#8220; (1956), das Passionsspiel &#8222;Die Galil\u00e4er&#8220; (1960, neu 1970) und das Singspiel &#8222;Der Freischu&#8220; (1961). Die St\u00fccke waren nicht alle gleich erfolgreich, Entt\u00e4uschungen blieben Eberl nicht erspart.<\/p>\n\n\n\n<p>Nach seinem Tod (1969) sah man sich erstmals nach anderen Autoren um. Die Wahl fiel 1971 auf Hugo von Hofmannsthal und seinen &#8222;Jedermann&#8220;, im Jahr darauf auf Maximilian Vitus und das Volksst\u00fcck &#8222;St. Pauli in St. Peter&#8220;.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Vom Festspielplatz zur Freilichtb\u00fchne<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Zur Freilichtb\u00fchne wandelte sich der Festspielplatz ab dem Jahre 1954 mit einem halbrunden Schalenturm auf der rechten B\u00fchnenseite und durch die Verbesserung von Vorb\u00fchne und Zuschauerraum. 1955 kam links eine weitere gemauerte Turmattrappe hinzu. Der Orkan vom 16. Juli 1958 verw\u00fcstete den Bergwald und brachte den rechten Turm zum Einsturz. Der Wiederaufbau erfolgte rechtzeitig zur Saison 1959.<\/p>\n\n\n\n<p>Kleinere und gr\u00f6\u00dfere Verbesserungen wurden vor allem f\u00fcr 1968 an der Trib\u00fcne vorgenommen. Eine eigene Betrachtung verdienten die verschiedenen Baustadien des Beleuchtungsturmes vom Holzger\u00fcst \u00fcber die Metallkanzel zum massiven Bauwerk (1996).<\/p>\n\n\n\n<p>Ihr heutiges Aussehen erhielt die B\u00fchnenburg als g\u00e4nzlicher Neubau vom 3. September 1977 bis 14. Juni 1980. Allein an der Baustelle wurden in diesem Zeitraum von Vereinsmitgliedern 10.426 freiwillige und unentgeltliche Arbeitsstunden geleistet. Die Namen der zehn flei\u00dfigsten Burgmaurer seien hier genannt:<br>1. Josef Lechner-Bergm\u00fchle (1195 Stunden), 2. Martin Lechner (1075), 3. Hans Niggl sen. (998), 4. Michael Schmidberger (936), 5. Hermann Finger (833), 6. Franz Schmid jun. (719), 7. Alois Eberl (632), 8. Franz Koppold jun. (597), 9. Kenneth Francis (460), 10. Paul Schmid (361). Was manche von ihnen zus\u00e4tzlich oder was andere an Planungen und Entw\u00fcrfen, bei der Herstellung der Requisiten oder des Werbematerials, in der Werkstatt oder im Hobbyraum, &#8222;auf Achse&#8220; oder am Amboss, am Schreibtisch oder in Sitzungen Zeit geopfert und Leistungen erbracht haben, fand keinen statistischen Niederschlag.<\/p>\n\n\n\n<p>Am Tag der Einweihung (17. Juni 1980) und am Premierenabend (29. Juni 1980) boten das zinnengekr\u00f6nte Burggeb\u00e4ude, der Wehrturm, die Schildmauer, die Burgkapelle und die drei gepflasterten Spielterrassen den Festg\u00e4sten ein eindrucksvolles Bild. Die Besucher haben Platz genommen auf einem der 1000 Schalensitze der neuen Trib\u00fcne. Hinter ihnen ein weiteres Bauwerk mit Kiosken, Toiletten und Beleuchtungskanzel. Talw\u00e4rts ein asphaltierter Aufgang, im Zugangsbereich auf dem Grundst\u00fcck des Bergm\u00fcllers das Kassenh\u00e4uschen. Verdeckt von den majest\u00e4tischen Eichen links im Hintergrund der Garderobenbau mit dem Aufenthaltsbereich f\u00fcr die Schauspieler.<\/p>\n\n\n\n<p>Eigenkapital und Zusch\u00fcsse summierten sich in der Bauzeit auf 107.861 DM Einnahmen. Dem standen die Ausgaben in H\u00f6he von 158.043 DM gegen\u00fcber. Eine urspr\u00fcngliche Kostenkalkulation des Landratsamtes war auf 260.000 DM beziffert. Rund 100.000 DM hatte der Hofbergverein durch den Einsatz seiner selbstlos arbeitenden Mitglieder einsparen k\u00f6nnen. Die verbleibenden Schulden waren erst nach dem Erfolg der Theatersaison 1983 getilgt. (Umrechnungskurs: 1 DM = 0,5113 Euro)<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>ENTSTEHUNG VON FREILICHTTHEATER UND HOFBERGVEREIN Von einer beabsichtigten Freilichtauff\u00fchrung h\u00f6rte man in Schiltberg zum ersten Mal am 16. November 1952. 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